Der typische Beratungsprozess: Von der Erstberatung zur langfristigen Partnerschaft

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Der typische Beratungsprozess: Von der Erstberatung zur langfristigen Partnerschaft

Vielleicht stehen Sie gerade an einem Punkt, den viele unserer Mandanten gut kennen: Sie haben realisiert, dass die klassische Bankberatung oft mehr dem Verkauf von Produkten dient als Ihrem Vermögensaufbau. Sie wissen bereits, dass Honorarberatung die logische Alternative ist – transparent, unabhängig und wissenschaftlich fundiert.

Doch während die Theorie einleuchtet, bleibt oft eine praktische Unsicherheit: „Wie läuft das eigentlich konkret ab?“

Anders als beim Bankberater, wo das Gespräch oft mit einem freundlichen „Hallo“ beginnt und mit einer Unterschrift unter einem Bausparvertrag endet, ist der Prozess in der echten Honorar-Anlageberatung ein strukturierter, fast architektonischer Vorgang. Es geht nicht um den schnellen Abschluss, sondern um die Konstruktion Ihres finanziellen Lebenshauses.

In diesem Leitfaden nehmen wir Sie mit hinter die Kulissen. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, was Sie von der ersten Kontaktaufnahme bis zur laufenden Depot-Optimierung erwartet – und warum dieser Prozess der Schlüssel ist, um Ihren jährlichen Renditeverlust von durchschnittlich 50 % (bei Provisionsprodukten) auf ca. 10 % zu senken.

Warum wir den Prozess anders denken müssen

In Deutschland gibt es über 40.000 registrierte Provisionsvermittler, aber nur ca. 331 unabhängige Honorar-Anlageberater (Stand: DIHK Statistiken 2024/2025). Diese extreme Diskrepanz zeigt: Echte Unabhängigkeit ist ein Nischengut.

Wer sich für Honorarfinanz AG entscheidet, kauft kein Produkt „von der Stange“. Sie engagieren einen Treuhänder. Unser Prozess ist darauf ausgelegt, die Informationsasymmetrie zwischen Finanzindustrie und Verbraucher aufzulösen. Wir arbeiten nicht mit Ihrem Geld, sondern für Ihre Ziele. Das erfordert eine radikale Transparenz, die wir in vier klaren Phasen abbilden.

Phase 1: Das Kennenlerngespräch – Chemie vor Strategie

Die größte Hürde für viele Interessenten ist die Angst vor der „laufenden Uhr“. Muss ich schon bezahlen, wenn ich nur Guten Tag sage? Die klare Antwort ist: Nein.

Ein seriöses Mandat beginnt immer mit einem kostenfreien Erstgespräch. Dies ist keine Verkaufsveranstaltung, sondern ein beidseitiges Eruieren.

Was in dieser Phase passiert:

  • Status-Quo-Aufnahme: Wo stehen Sie aktuell? Geht es um den Aufbau einer Altersvorsorge, die Strukturierung einer Erbschaft oder die Optimierung bestehender Depots?
  • Prüfung der Passgenauigkeit: Wir prüfen gemeinsam, ob sich eine Honorarberatung für Ihr Volumen wirtschaftlich lohnt.
  • Transparenz-Garantie: Wir legen unsere Honorarstruktur offen. Sie erfahren vorab, ob wir auf Stundenbasis, Pauschalhonorar oder volumenabhängig arbeiten.

Ihr Vorteil: Sie gehen kein Risiko ein. Es gibt keine Unterschrift unter langfristige Verträge, sondern lediglich eine Entscheidungsgrundlage: Wollen wir diesen Weg gemeinsam gehen?

Phase 2: Die forensische Analyse – Der „Honorar-Check“

Wenn Sie sich für eine Zusammenarbeit entscheiden, beginnt die eigentliche Arbeit. Wir nennen diesen Schritt oft die „forensische Phase“. Viele Mandanten – gerade Ärzte, Unternehmer und Führungskräfte – besitzen bereits ein Sammelsurium an Verträgen.

Hier agieren wir wie Finanz-Detektive. Wir durchleuchten Ihre bestehenden Altverträge auf versteckte Kosten, Kickbacks (Innenprovisionen) und ineffiziente Strukturen.

Die Kernaufgaben des Beraters:

  • Kosten-Analyse: Wie viel Rendite fressen Ihre aktuellen Produkte wirklich? (Oft sind es 1,5 % bis 2,5 % pro Jahr allein an laufenden Kosten).
  • Risiko-Check: Passt Ihre aktuelle Asset-Allocation (Verteilung des Vermögens) überhaupt zu Ihrer Risikotragfähigkeit?
  • Steuerliche Einordnung: Nutzen Sie steuerliche Vorteile effizient aus?

Ihre Rolle als Mandant:

Sie müssen hier lediglich Transparenz zeigen und Unterlagen liefern. Den Rest übernehmen wir.

Experten-Einsicht: Oft zeigt sich in dieser Phase, dass allein durch die Umschichtung von teuren aktiven Fonds in kosteneffiziente Indexfonds (ETFs) oder Anlageklassenfonds das Honorar für die Beratung bereits im ersten Jahr wieder eingespielt wird.

Phase 3: Strategieentwicklung und Umsetzung

Erst jetzt, nachdem das Fundament geprüft ist, sprechen wir über Lösungen. Bei der Honorarfinanz AG folgen wir dabei keinen Trends, sondern der Kapitalmarktforschung. Unsere Beratung ist prognosefrei. Wir versuchen nicht, den Markt zu schlagen (was langfristig kaum jemandem gelingt), sondern den Markt für Sie arbeiten zu lassen.

Der Schritt vom Plan zur Tat:

  1. Erstellung des Finanzplans: Wir definieren Ihre Ziele (z.B. Ruhestand mit 60, Immobilienkauf, Ausbildung der Kinder) und berechnen den Kapitalbedarf.
  2. Asset Allocation: Wir bauen ein Portfolio, das weltweit gestreut ist – oft über tausende von Unternehmen –, um Risiken zu minimieren und Renditechancen zu maximieren.
  3. Produktauswahl: Wir selektieren provisionsfreie „Netto-Tarife“ und ETFs. Da wir keine Provisionen annehmen dürfen (gesetzliches Provisionsannahmeverbot), empfehlen wir ausschließlich Produkte, die Ihnen nutzen, nicht unserer Bilanz.

Am Ende dieser Phase steht die Umsetzung. Wir richten Depots ein, kündigen ineffiziente Altverträge oder stellen diese beitragsfrei und sorgen für den sauberen Übertrag Ihrer Vermögenswerte.

Phase 4: Laufende Betreuung – Ihr Finanz-Fitnesscoach

Ein häufiges Missverständnis ist, dass Honorarberatung eine einmalige Transaktion sei. Zwar ist der initiale Aufwand am höchsten, doch der wahre Wert entsteht in der langfristigen Begleitung.

Finanzmärkte schwanken. Lebensumstände ändern sich. Ein Portfolio, das heute perfekt passt, kann in drei Jahren durch eine Heirat, eine Unternehmensgründung oder gesetzliche Änderungen justiert werden müssen.

Warum „Buy and Hold“ nicht „Buy and Forget“ bedeutet:

  • Rebalancing: Wir stellen sicher, dass Ihre ursprüngliche Risikostruktur erhalten bleibt, wenn sich Märkte ungleich entwickeln.
  • Coaching in Krisenphasen: Wenn die Börsenkurse fallen, ist der psychologische Druck hoch. Als Ihr Sparringspartner bewahren wir Sie vor emotionalen Fehlentscheidungen (wie dem panischen Verkaufen am Tiefpunkt).
  • Laufendes Reporting: Sie erhalten transparente Berichte über die Entwicklung Ihres Vermögens – bereinigt um alle Kosten.

Entscheidungs-Matrix: Ist dieser Prozess der richtige für Sie?

Viele Interessenten schrecken im MOFU-Bereich (Middle of the Funnel) vor der initialen Rechnung zurück. Es erfordert ein Umdenken, eine Rechnung für eine Dienstleistung zu bezahlen, die man bei der Bank scheinbar „umsonst“ bekommt.

Doch diese Rechnung ist einfach:

KriteriumBank- / ProvisionsberatungHonorarfinanz AG
KostenstrukturIntransparent (Ausgabeaufschläge, Verwaltungskosten, Kickbacks aus Ihrem Depot)Transparentes Honorar (Stunde oder Pauschale), keine Produktprovisionen
InteressenVerkaufsdruck (muss Produkte der Bank platzieren)100 % Kundenseite (treuhänderische Verpflichtung)
ProduktuniversumEingeschränkt auf Hausprodukte und PartnerGesamter Markt (ETFs, Dimensional Funds, Netto-Policen)
Langfristige RenditeDurch hohe laufende Kosten oft stark reduziertDurch Kostenminimierung deutlich höher (Zinseszinseffekt)

Laut einer Studie von Fynup kann der Wechsel zur Honorarberatung den jährlichen Renditeverlust drastisch senken. Bei einem Anlagehorizont von 20 oder 30 Jahren sprechen wir hier schnell über fünf- bis sechsstellige Summen, die Ihnen mehr im Depot verbleiben – trotz des anfänglichen Beratungshonorars.

Häufige Fragen (FAQ) zur Zusammenarbeit

1. Was kostet die Beratung konkret?

Das hängt vom Umfang und der Komplexität Ihres Falls ab. Wir arbeiten meist mit Pauschalhonoraren für die Konzepterstellung, damit Sie volle Kostensicherheit haben. Im kostenfreien Erstgespräch erhalten Sie ein verbindliches Angebot.

2. Lohnt sich das auch bei kleineren Vermögen?

Als Richtwert gilt oft: Wer bereit ist, langfristig zu investieren oder monatliche Sparraten strukturiert anzulegen, profitiert fast immer. Bei sehr kleinen Einmalanlagen prüfen wir ehrlich, ob der Aufwand im Verhältnis steht.

3. Kann ich das nicht einfach alles selbst machen (Do-it-yourself)?

Theoretisch ja. Praktisch scheitern viele Anleger nicht am Wissen, sondern an der Disziplin und der emotionalen Stabilität in Krisen. Zudem haben wir als institutioneller Partner Zugang zu Anlageklassen und Lösungen, die Privatanlegern oft verschlossen bleiben.

Ihr nächster Schritt zur finanziellen Klarheit

Sie haben jetzt einen Einblick in die „Roadmap der Verantwortung“ erhalten. Sie wissen, dass wir keine Produkte verkaufen, sondern eine Strategie entwickeln, die exakt auf Ihr Leben passt.

Der logische nächste Schritt ist nicht der sofortige Vertragsabschluss, sondern die Validierung. Finden Sie heraus, ob die Chemie stimmt und welches Potenzial in Ihrem Vermögen schlummert.

Lassen Sie uns sprechen. Vereinbaren Sie Ihr kostenfreies Kennenlerngespräch und erleben Sie den Unterschied zwischen einem Verkaufsgespräch und echter, unabhängiger Beratung.

Davor Horvat Davor Horvat

Davor Horvat ist seit 1995 in der Finanzbranche tätig. Als staatlich zugelassener Honorar-Anlageberater konzentriert er sich auf ganzheitliche Finanz- und Liquiditätsplanung mit Fokus auf Exchange Traded Funds (ETFs). Davor Horvat ist Gründer und Vorstand der Honorarfinanz AG. Seine mehr als 25-jährige Erfahrung in der Finanzbranche gibt er in zahlreichen Publikationen und Interviews, aber auch in Seminaren an Anleger weiter.

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