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DAX-ETFs – eine sinnvolle Geldanlage?

Der ETF-Ratgeber von Davor Horvat

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Der DAX ist der wichtigste Indikator des deutschen Aktienmarktes. Im Jahr 2021 wurde der DAX umgestellt: Enthielt der Index zuvor nur 30 Werte, sind mittlerweile die 40 größten Unternehmen Deutschlands in ihm vertreten. Die Aktien im DAX werden nach Streubesitz-Marktkapitalisierung bewertet. Das bedeutet, dass die Anteile eines Unternehmens, die am Markt frei gehandelt werden können, für die Gewichtung im DAX relevant sind. Anleger, die über ETFs in den DAX investieren, profitieren von Dividenden und positiver Wertentwicklung.

Was ein DAX-ETF im Detail ist, welche DAX-ETFs sie kaufen können und welche Replikations- bzw. Ausschüttungsmethoden es bei ETF Fonds auf den DAX gibt, haben wir für Sie in diesem Ratgeber zusammengefasst.

Das Wichtigste zu DAX-ETFs kurz zusammengefasst:

  • DAX-ETFs investieren in die 40 größten deutschen Unternehmen. DAX-ETFs sind sinnvoller als aktiv verwaltete Deutschland-Fonds – sie sind günstiger und performen gleichwertig.
  • Für die Entscheidung welche Indexfonds Anleger kaufen sollten, lohnt es sich die DAX-ETFs miteinander zu vergleichen, da sie sich in Kosten, Zusammensetzung und Kursabbildung unterscheiden können.
  • DAX-ETFs eignen sich zur Beimischung eines breit aufgestellten Depots. Anleger sollten aber auf jeden Fall darauf achten, ihre Risiken breit zu streuen und auch noch in andere ETFs bzw. Wertpapiere investieren.

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Was ist ein DAX-ETF?

Das Bild zeigt Davor Horvat, Gründer & Vorstand der Honorarfinanz AGEin DAX-ETF ist im Idealfall eine exakte Nachbildung des deutschen Leitindex DAX. Anleger, die in DAX-ETFs investieren, partizipieren an Dividenden und Kursgewinnen der im DAX enthaltenen Unternehmen.– Davor Horvat, Honorar-Anlageberater // Bafin ID: 10138885

Im Jahr 2021 wurde der DAX (Deutscher Aktienindex), auch DAX 40 oder DAX Performance Index genannt, umgestellt: Statt der 30 größten deutschen Aktiengesellschaften waren nun 40 Unternehmen im Index enthalten. Sie werden je nach ihrem Wert an der Börse unterschiedlich stark im DAX gewichtet. Die Entwicklung des Index wird von den DAX-ETFs mittels physischer Replikation und anderen Methoden nachgebildet.

Ein großer Vorteil passiv gemanagter ETFs: Die Gesamtkostenquote (TER) eines DAX-ETFs liegt zwischen 0,08 und 0,16 Prozent. Damit sind ETFs deutlich günstiger als aktiv verwaltete Fonds.

Welche Unternehmen sind im DAX vertreten?

Im DAX und auch in DAX-ETFs sind die 40 größten deutschen Unternehmen vertreten. Aktuell (Stand: August 2022) handelt es sich um diese Unternehmen:

  • Adidas
  • Airbus Group
  • Allianz
  • BASF
  • Bayer
  • Beiersdorf
  • BMW
  • Brenntag
  • Continental
  • Covestro
  • Daimler Truck
  • Deutsche Bank
  • Deutsche Börse
  • Deutsche Post
  • Deutsche Telekom
  • ON
  • Fresenius Medical Care
  • Fresenius
  • Hannover Rück
  • HeidelbergCement

  • HelloFresh
  • Henkel
  • Infineon
  • Linde
  • Mercedes-Benz Group
  • Merck
  • MTU Aero Engines
  • Münchener Rück
  • Porsche SE
  • Puma
  • Qiagen
  • RWE
  • SAP
  • Sartorius
  • Siemens
  • Siemens Healthineers
  • Symrise
  • Volkswagen
  • Vonovia
  • Zalando

Als die Schwergewichte im DAX gelten die Unternehmen SAP, Siemens, Bayer, BASF und Allianz – sie stellen 40 Prozent der Marktkapitalisierung aller DAX-Werte dar.

Rendite-Entwicklung der DAX-ETFs

Das Bild zeigt Davor Horvat, Gründer & Vorstand der Honorarfinanz AGDie alleinige Investition in DAX-ETFs – egal, ob als Sparplan oder Einmalanlage – ist nur bedingt für den langfristigen Vermögensaufbau geeignet. Denn: Eine Anlage in Aktien sollte stets breit über verschiedene Länder, Branchen und Währungen gestreut sein, um die Risiken zu verringern. Ein DAX-ETF bildet aber lediglich die Kurse des deutschen Leitindex ab, in dem nur einige Branchen enthalten sind. – Davor Horvat, Honorar-Anlageberater // Bafin ID: 10138885

Der DAX ist bezüglich der Wertentwicklung allerdings nicht renditestärker als viele große Indizes. Gegenüber dem MSCI World-Index zeigt er beispielsweise über mehrere Jahre hinweg beobachtet eine deutlich schlechtere Performance: Während der Weltaktienindex über 20 Jahre eine durchschnittliche Rendite von 5,18 Prozent erzielen konnte, liegt sie beim DAX bei gerade einmal 2,74 Prozent.

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Replikationsmethoden von DAX-ETFs

Man unterscheidet zwischen physisch und synthetisch replizierenden DAX-ETFs. Während erstere die Originalaktien des zugrundeliegenden Index kaufen und verkaufen, bilden synthetische DAX-ETFs letztere den Index nur nach und verkaufen nicht die Aktien, aus denen sich der Index zusammensetzt.

Ein DAX-ETF mit physischer, also direkter, Replikationsmethode verkauft die im DAX enthaltenen Wertpapiere. Der ETF-Anbieter besitzt in diesem Fall die Aktien aller 40 DAX-Unternehmen in physischer Form. Bei der indirekten, synthetischen Replikationsmethode bilden ETF-Anbieter die Wertentwicklung über sogenannte Swaps ab, also Tauschgeschäften. Dabei schließen die Anbieter einen Vertrag mit einem Finanzinstitut ab, das im Gegenzug für eine Gebühr die Rendite des Index liefert.

Vor- und Nachteile im Überblick

Die physische Replikation der DAX-ETFs hat für Anleger den Vorteil, dass sie transparent und einfach nachzuvollziehen ist – schließlich investieren DAX-ETFs in die Wertpapiere, die auch im Index aufgelistet sind. Da die Nachbildung hier allerdings teurer ist, sind physische DAX-ETFs meist auch teurer als synthetische. Allerdings können ETF Fonds auf den DAX stärker vom eigentlichen Zielindex abweichen (Tracking Error).

Die synthetische Replikation ermöglicht den Fondsgesellschaften eine präzisere Nachbildung der Indizes und damit einen geringeren Tracking Error. Dafür ist das Risiko bei dieser Art der Anlage etwas höher als bei der direkten Replikation, denn wird der Swap-Gegenspieler zahlungsunfähig, kann die komplette Einlage verloren gehen.

Welche sind sinnvoller: thesaurierende oder ausschüttende DAX-ETFs?

Für Anleger, die langfristig Vermögen aufbauen möchten, sind thesaurierende DAX-ETFs ideal. Wer regelmäßige Auszahlungen erhalten möchte, sollte ein DAX-ETF auswählen, der Dividenden ausschüttet.

Wenn Sie also die Dividenden der DAX-Unternehmen direkt erhalten möchten, müssen Sie sich für einen ausschüttenden ETF entscheiden – die Erträge können Sie dann ausgeben oder für andere Anlagen verwenden. Thesaurierende ETFs legen die Dividenden erneut an. Dabei profitieren Sie von einer Art Zinseszinseffekt. Denn der Wert des DAX-ETFs erhöht nicht nur dank steigender Kurse, sondern auch durch die erzielten Erträge.

Im Zusammenhang mit einem langfristigen Vermögensaufbau eignen sich thesaurierende DAX-ETFs besonders in Verbindung mit einem Sparplan.

Was sind die besten DAX-ETFs?

Welcher DAX-ETF der beste ist, richtet sich ganz nach den persönlichen Anlagezielen. Wer schnell Liquidität aufbauen möchte, kann zu ausschüttenden ETFs greifen: Zu den besten ausschüttenden DAX-ETFs gehören beispielsweise ComStage 1 DAX® UCITS ETF, ComStage DAX® TR UCITS ETF und Xtrackers DAX Income UCITS ETF 1D.

Weitere DAX-ETFs mit Gesamtkostenquote im Vergleich haben wir für Sie zusammengefasst:

 

NameISIN/WKNLaufende Kosten pro Jahr (TER)Verwendung der Erträge
iShares Core DAX® UCITS ETF (DE)DE0005933931/ 5933930,16 Prozentthesaurierend
Xtrackers DAX UCITS ETF 1CLU0274211480/ DBX1DA0,09 Prozentthesaurierend
Vanguard DAX UCITS ETFIE00BG143G97/ A2JF6S0,10 Prozentausschüttend
Deka DAX UCITS ETFDE000ETFL011/ ETFL010,15 Prozentthesaurierend
Lyxor DAX (DR) UCITS ETFLU0252633754/ LYX0AC0,15 Prozentthesaurierend
ComStage DAX® TR UCITS ETFLU0378438732/ ETF0010,08 Prozentausschüttend
ComStage DAX FR UCITS ETFLU0488317024/ ETF0020,15 Prozentausschüttend
ComStage 1 DAX® UCITS ETFDE000ETF9017/ ETF9010,15 Prozentausschüttend
Deka DAX (ausschüttend) UCITS ETFDE000ETFL060/ ETFL060,15 Prozentausschüttend
Xtrackers DAX Income UCITS ETF 1DLU0838782315/ DBX0NH0,09 Prozentausschüttend
Lyxor 1 DAX 50 ESG (DR) UCITS ETF IDE000ETF9090/ ETF9090,15 Prozentausschüttend

Fazit: Lohnt es sich in DAX-ETFs zu investieren?

Das Bild zeigt Davor Horvat, Gründer & Vorstand der Honorarfinanz AGDAX-ETFs eignen sich zur Beimischung in einem breit aufgestellten Portfolio. Allerdings bestimmt die Auswahl des passenden DAX-ETFs die zu erwartende Rendite. Die verschiedenen DAX-ETFs variieren sich unter anderem aufgrund ihrer Replikationsmethode sowie durch die Kosten – diese kleinen Unterschiede können am Ende über den Erfolg Ihrer Anlage entscheiden. – Davor Horvat, Honorar-Anlageberater // Bafin ID: 10138885

Anleger können die passenden DAX-ETFs gemäß ihren Anlagezielen auswählen. Die Kriterien Replikationsmethode, Tracking Error und Methode der Ausschüttung geben dabei die Richtung vor. Allerdings sollten einzelne Länderindizes wie der deutsche Aktienindex DAX niemals die Basis für das gesamtes Depot bilden – als Ergänzung für eine breitere Streuung des Portfolios sind sie aber ideal.

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Davor Horvat

Davor Horvat ist seit 1995 in der Finanzbranche tätig. Als staatlich zugelassener Honorar-Anlageberater konzentriert er sich auf ganzheitliche Finanz- und Liquiditätsplanung mit Fokus auf Exchange Traded Funds (ETFs). Davor Horvat ist Gründer und Vorstand der Honorarfinanz AG. Seine mehr als 25-jährige Erfahrung in der Finanzbranche gibt er in zahlreichen Publikationen und Interviews, aber auch in Seminaren an Anleger weiter.


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