Gold-ETCs: So können Anleger investieren


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Entwickeln sich Aktien, Fonds und andere Wertpapiere an der Börse in Folge von Krisen negativ, informieren sich viele Privatanleger über die Investition in Rohstoffe wie Gold als krisensichere Alternative. Allerdings ist der Kauf von Goldbarren oder -münzen nicht ganz unkompliziert, denn das gekaufte Gold muss irgendwo sicher verwahrt werden. Bei Banken fallen dafür Gebühren für die Aufbewahrung an. Eine Alternative können Gold-ETCs sein, mit denen Anleger über die Börse an der Wertentwicklung des Goldpreises teilhaben können. Doch wie genau funktionieren Gold-ETCs und wie unterscheiden sie sich von ETFs?

In unserem Ratgeber erfahren Sie, was Gold-ETCs sind, welches Risiko damit einhergeht und wie Anleger die besten Gold-ETCs finden können.

Das Wichtigste zu Gold-ETCs kurz zusammengefasst:

  • Anleger haben verschiedene Möglichkeiten, um in Gold zu investieren. Entweder über den Kauf von physischem Gold wie Barren oder Münzen oder mit Wertpapieren, welche die Goldpreisentwicklung abbilden.
  • Gold-ETCs werden als Exchanged Traded Commodities direkt an der Börse gehandelt und bilden den Goldpreis nach.
  • Im Gegensatz zu ETFs handelt es sich bei ETCs nicht um Sondervermögen, weshalb bei der Investition in Gold-ETCs theoretisch ein Totalverlust des Kapitals möglich ist.

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Was sind Gold-ETCs?

Die Abkürzung ETC steht für Exchange Traded Commodities. Darunter versteht man an der Börse gehandelte Rohstoffe. ETCs werden – ähnlich wie ETFs – direkt an der Börse gehandelt und bilden den Goldpreis annährend nach. Mit der Investition in Gold-ETCs können Anleger daher direkt an der Wertentwicklung des Goldpreises partizipieren. Wie für den Kauf anderer Wertpapiere benötigen Anleger für den Erwerb von Gold-ETCs lediglich ein Wertpapierdepot.

Wie unterscheiden sich Gold-ETFs und Gold-ETCs?

Portrait von Davor Horvat

ETCs und ETFs funktionieren zwar ähnlich, unterscheiden sich aber in einem entscheidenden Punkt. Während ETFs als Investmentfonds als Sondervermögen gelten, handelt es sich bei Gold-ETCs um Schuldverschreibungen. Das bedeutet, dass die Investitionen der Anleger im Falle einer Insolvenz des Emittenten nicht abgesichert sind und ein Totalverlust möglich ist.

Davor Horvat
Honorar-Anlageberater // Bafin ID: 10138885

Abgesehen von der Haftung, ist der Unterschied zwischen ETFs und ETCs gering. So bilden Gold-ETFs ebenfalls den Goldpreis nach, wodurch Anleger statt in physisches Gold wie Münzen oder Goldbarren an der Börse in den Rohstoff investieren können. Da der Handel mit Gold-ETFs hier verboten ist, können Anleger in Deutschland nur über Gold-ETCs in das Edelmetall investieren.

Warum gibt es in Deutschland keine Gold-ETFs?

In Deutschland können Anleger keine Gold-ETFs kaufen, da alle Fonds laut EU-Richtlinie und Kapitalgesetzbuch eine Mindeststreuung aufweisen müssen. Denn ein Investmentfonds – wozu ETFs gehören – muss das zur Verfügung gestellte Kapital auf verschiedene Anlagen aufteilen. Genau wie ein Aktienfonds nicht in eine einzige Aktie investieren darf, kann ein ETF nicht ausschließlich in einen Rohstoff investieren.

Auch der Erwerb von Anteilen an Gold-ETFs über ausländische Börsen ist seit dem Jahr 2013 in Deutschland nicht mehr möglich. In anderen Ländern wie z. B. in der Schweiz können Anleger dagegen Gold-ETFs über die Börse kaufen.

Wie sicher sind Gold-ETCs?

Das größte Risiko bei Gold-ETCs besteht darin, dass es sich um Schuldverschreibungen und nicht um Sondervermögen handelt. Dadurch ist für Anleger theoretisch ein Totalverlust des angelegten Kapitals möglich. Dazu bleibt ein Kurs- und Währungsrisiko bestehen.

Abgesehen von möglichen Kursschwankungen, die allerdings bei Rohstoffen bzw. Edelmetallen wie Gold unter Umständen heftig ausfallen können, gilt das Risiko von Gold-ETCs als überschaubar. So schätzen Experten die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz eines ETC-Herausgebers als eher gering ein. Dennoch sollten Anleger sich über das theoretische Risiko eines Totalausfalls im Klaren sein und bei der Anlage in ETCs auf Edelmetalle wie Gold ein paar Faktoren beachten.

Was sollten Anleger bei der Geldanlage in Gold-ETCs beachten?

Portrait von Davor Horvat

Die Geldanlage in Rohstoffe kann für Anleger sehr komplex sein. Mit einem ETF oder ETC kann man dagegen einfacher an der Wertentwicklung des Rohstoffmarktes teilhaben und muss keine physischen Rohstoffe erwerben. Allerdings lohnt es sich hierbei, auf besicherte Rohstoff-ETCs zu achten und sich mit den wichtigsten Merkmalen beim Handel mit Gold-ETCs vertraut zu machen.

Davor Horvat
Honorar-Anlageberater // Bafin ID: 10138885

ECTs auf Edelmetalle wie Gold-ETCs sind für Anleger eine einfache Möglichkeit, um von der Wertentwicklung des Goldpreises zu profitieren. Um das Risiko der Investition zu senken, können Anleger z. B. in physisch besicherte Gold-ETCs investieren. Das bedeutet, dass der Anbieter des ETCs für den Wert der gekauften Anteile auch entsprechend physische Edelmetalle erwirbt und für den Anleger lagert. Ist ein Gold-ETC vollständig mit Gold besichert, kann das im Falle einer Insolvenz des Händlers für den Anleger von Vorteil sein. Allerdings besteht beim Kauf von Anteilen an Gold-ETCs für Anleger kein pauschaler Anspruch auf die Aushändigung des Goldes. Eine solche physische Besicherung ist in Deutschland beim bekanntesten Gold-ETC Xetra Gold der Fall. Käufer von Xetra Gold-ECTs sind damit Eigentümer einer bestimmten Menge an physischem Gold. Bei manchen Depotbanken ist sogar eine Auslieferung an die Hausbank möglich, wobei Anleger jedoch selbst für die Kosten aufkommen müssen. Die Höhe der Besicherung unterscheidet sich allerdings je nach Anbieter. Während es bei Xetra Gold 100 Prozent sind, bietet EUWAX lediglich eine Besicherung von 95 Prozent.

Da Gold keine Gewinne durch Zinsen oder Dividenden abwirft, unterscheidet man bei ETCs nicht wie bei ETFs zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds.

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Wie findet man die passenden Gold-ETCs?

Für private Anleger empfiehlt es sich, bei der Suche nach dem besten Gold-ETCs fürs Anlageportfolio physisch besicherte ETCs zu bevorzugen. Dadurch sind Transparenz und Sicherheit bestmöglich gewährleistet. In Deutschland können Anleger aus verschiedenen Gold-ETCs wählen, die über eine physische Besicherung verfügen. Dazu zählen:

  • Invesco Physical Gold-ETC
  • Xetra Gold
  • Wisdom Tree Physical Gold-ETC
  • Gold Bullion Securities ETC
  • Xtrackers Physical Gold-ETC
  • Xtrackers Physical Gold EUR Hedged ETC
  • Amundi Physical Gold-ETC
  • EUWAX Gold
  • EUWAX Gold II

Welcher der beste Gold-ETC ist, lässt sich nicht pauschal für alle Privatanleger festlegen. Der wesentliche Unterschied zwischen den verschiedenen Gold-ETCs liegt in den Kosten. Während für manche ETCs keine Verwaltungsgebühren anfallen, müssen Anleger für andere im Jahr eine Gebühr zwischen 0,2 und 0,4 Prozent entrichten.

Bevor Anleger in Gold-ETCs investieren, sollten sie sich daher idealerweise über ein paar grundlegende Auswahlkriterien informieren. Dazu gehören:

  • Verwaltungskosten
  • Handelsspanne
  • Liquidität
  • Tracking Error
  • Steuerliche Aspekte

Fazit: Für wen sind Gold-ETCs geeignet?

Portrait von Davor Horvat

Die Investition in Rohstoffe wie Gold wird von vielen Anlegern nach wie vor als krisensichere Geldanlage angesehen. Allerdings sollte der Goldkauf wohlüberlegt sein, denn die Entwicklung des Goldpreises ist sehr volatil. Wer sein Anlageportfolio um Gold erweitern möchte, kann dies mit Gold-ETCs auf einfache Weise über die Börse tun, ohne sich um die Lagerung und Verwahrung des Goldes kümmern zu müssen. Ob eine Investition in Gold sinnvoll ist, hängt auch von den persönlichen Anlagezielen und der Risikobereitschaft ab. Wer sich unsicher ist, ob ein Investment in Gold-ETCs sinnvoll ist, kann mit Hilfe einer unabhängigen Honorarberatung die besten Optionen für sein Anlageportfolio finden.

Davor Horvat
Honorar-Anlageberater // Bafin ID: 10138885

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Davor Horvat Davor Horvat

Davor Horvat ist seit 1995 in der Finanzbranche tätig. Als staatlich zugelassener Honorar-Anlageberater konzentriert er sich auf ganzheitliche Finanz- und Liquiditätsplanung mit Fokus auf Exchange Traded Funds (ETFs). Davor Horvat ist Gründer und Vorstand der Honorarfinanz AG. Seine mehr als 25-jährige Erfahrung in der Finanzbranche gibt er in zahlreichen Publikationen und Interviews, aber auch in Seminaren an Anleger weiter.

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