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Altersvorsorge für Ärzte – Der Rentenzusatz zum Versorgungswerk

Ärzte zählen genau wie Apotheker oder Zahnärzte zu den kammerfähigen freien Berufen und profitieren dadurch von der Berufsständischen Versorgung. Diese bietet Ärzten eine umfassende Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung. Der Dachverband der Berufsständischen Versorgung ist die Arbeitsgemeinschaft Berufsständischer Versorgungseinrichtungen (ABV). Unter diesem Verband haben sich Versorgungswerke zusammengeschlossen. Doch auch die Versorgungswerke haben unter dem aktuellen Niedrigzins zu leiden und können nicht mehr Renditen in der gleichen Höhe wie noch vor einigen Jahren hervorbringen.

Daher sind auch Mediziner angehalten, eine alternative Altersrente heranzuziehen, um den über Jahre aufgebauten Lebensstandard erhalten zu können. Schon frühzeitig müssen Sie sich Gedanken darüber machen, welchen Weg der Altersvorsorge Sie einschlagen: gesetzliche oder staatlich geförderte Rente? Oder setzen Sie auf Rendite versprechende ETF-Fonds, zur flexiblen Planung Ihrer Altersversorgung? Schon während den Amtsjahren als Mediziner sollten Sie Ihre Finanzen strukturieren und den Überblick behalten.

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Versorgungswerk – die Altersvorsorge für Ärzte

Grundsätzlich sind Mediziner im ärztlichen Versorgungswerk pflichtversichert. Die Versicherung startet mit Antritt einer Stelle als Assistenzarzt. Bei Berufsstart müssen sich Ärzte beim zuständigen Versorgungswerk melden. Das zuständige Versorgungswerk hängt vom Standort des Arbeitgebers ab. Für Ärzte stehen aktuell 18 verschiedene Versorgungswerke zur Verfügung. Der Vorteil für Angestellte oder Ärzte mit eigener Praxis, die über die Versorgungswerke versichert sind, ist die kapitalgedeckte Altersvorsorge. Das bedeutet, die eingezahlten Beiträge werden verzinst und später verrentet. Im Durchschnitt liegt bei dieser Ärzteversorgung die Rentenhöhe bei ca. 2.000 Euro. Dennoch ist zu beachten, dass diese durch die Ärzteversorgung generierte Rente nicht zwingend ausreichend ist und eine zusätzliche alternative Altersversorgung in Betracht zu ziehen ist.

Besonderheiten bei der Ärzte-Altersvorsorge

Ihr Status entscheidet. Die Wahl zur Sicherung Ihrer Altersrente hängt vom Status Ihrer beruflichen Laufbahn als Arzt ab. Dabei unterscheiden sich die Vorsorge-Möglichkeiten für Ärzte in der Ausbildung, angestellte Ärzte und Ärzte mit eigener Praxis. Besonderheiten zur Ärzteversorgung stellen die Riester-Rente und die betriebliche Altersvorsorge für Ärzte dar.

Eignet sich die Riester-Rente zur Altersversorgung für Ärzte?

Die Riester-Rente wurde im Zusammenhang mit der Rentenkürzung eingeführt. Da Mediziner, aufgrund der Versicherung im Versorgungswerk, nicht von der Rentenkürzung betroffen sind, haben sie keinen Anspruch auf Riester-Rente. Allerdings gibt es Ausnahmen, die Riester-Rente zur Ärzteversorgung beanspruchen zu dürfen:

Verfügt Ihr Ehepartner über Riester-Rente und hat einen eigenen Vertrag, haben auch Ärzte, egal ob angestellt oder eigene Praxis, Anspruch auf Riester-Rente. Hier ist allerdings individuell zu prüfen, ob ein zweiter Vertrag sinnvoll ist.

Sind Sie als Arzt verbeamtet, entscheidet Ihr Status und die Daten der Besoldungsstelle, ob Anspruch auf Riester-Rente besteht.

Betriebliche Altersvorsorge für Ärzte

Sowohl angestellte als auch niedergelassene Ärzte können von der betrieblichen Altersvorsorge profitieren, allerdings aus unterschiedlichen Gründen:

Angestellte Ärzte profitieren von der Steuer- und Sozialabgabenfreiheit ihrer Spar-Beiträge, niedergelassene Ärzte von Mitarbeitergewinnung und -motivation. Dem niedergelassenen Arzt selbst steht keine betriebliche Altersvorsorge zur Verfügung. Angestellte Ärzte sollten überprüfen, ob die betriebliche Altersversorgung im Einzelfall sinnvoll ist. Dazu sollten Sie vorab die durch diese Art der Ärzteversorgung generierte Rente berechnen und die monatlichen Beiträge und Renditen mit denen anderer Vorsorge-Möglichkeiten vergleichen.

Fragen zum Thema Altersvorsorge?

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Ein Wegweiser-Icon symbolisiert die verschiedenen Möglichkeiten der Altersvorsorge für Ärzte

Zusätzliche Rente zur Ärzteversorgung – Möglichkeiten im Überblick

Nach vielen Berufsjahren den Lebensstandard im Ruhestand nicht aufgeben wollen? Dann fangen Sie frühzeitig mit der Vorsorge an! Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten der zusätzlichen Rentenversicherung Ihnen zur Verfügung stehen.

Auf Nummer sicher gehen mit der Basis-Rürup-Rente

Die Rürup-Rente gilt als günstige privatwirtschaftliche Alternative zur gesetzlichen Rentenversicherung. Sie tätigen dabei freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse, die steuerlich begünstigt werden. Zahlen Sie als Arzt in Deutschland Steuern, profitieren Sie somit vom Steuervorteil der Rürup-Rente. Allerdings sollten Sie bei der Entscheidung zur Basisrente auch Ihre individuellen Bedürfnisse nach Sicherheit und Flexibilität beachten.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Nutzung der Rürup-Rente in den verschiedenen Stationen der ärztlichen Laufbahn:

  • Während der Ausbildung: Grundsätzlich ist die Rürup-Rente für Medizin-Studenten nicht zu empfehlen, da diese noch kein signifikantes zu versteuernden Einkommen vorweisen können.
  • Angestellte Ärzte: Auf Grund des Einkommens können angestellte Ärzte die Steuervorteile der Rürup-Rente sinnvoll nutzen.
  • Ärzte mit eigner Praxis: Niedergelassene Ärzte nutzen die Rürup-Rente oft als einzige Möglichkeit, steuerlich vorzusorgen. Schließen Sie die Basisrente ab, wenn Sie viele Steuern zahlen und auf die Höhe des Beitrags verzichten können. Daher sind anfangs nur kleine Monats-Beiträge zu empfehlen.

Letztendlich ist immer ein Vergleich mit anderen Möglichkeiten der Altersvorsorge für Ärzte zu empfehlen.

Flexibel im Alter mit dem Fondssparplan für Ärzte

Mit dem Fondssparplan flexibel in jedem Alter sein. Der Fondssparplan besteht aus einem Wertpapier-Depot, das Sie ganz einfach und kostengünstig bei einer Bank Ihrer Wahl anlegen können. Das Wertpapier-Depot setzt sich aus einem oder mehreren Investmentfonds zusammen, in die Sie investieren. Experten helfen Ihnen selbstverständlich, die besten Unternehmen und Wertpapiere zu filtern.

Bei steigendem Kurs werden Aktien mit Gewinn verkauft, mit fallendem Kurs ggf. Verluste erzielt. Auf lange Sicht jedoch sind Fondssparpläne die Altersvorsorge für Ärzte mit überdurchschnittlich hohen Renditen. Ihr eingesetztes Kapital steht Ihnen jederzeit zur Verfügung, was hohe Flexibilität erzeugt. Die Kapitalerträge jedoch müssen versteuert werden.

ETFs für liquide Jahre im Alter

Auch börsengehandelte ETF-Fonds bieten die Möglichkeit der Altersvorsorge. ETFs vereinen die Vorteile von Aktien und Fonds. Sie können jederzeit über die Börse gekauft oder verkauft werden. Die niedrigen Verwaltungsgebühren und geringe Handelsspannen versprechen außerdem hohe Renditen. Investieren ist Ihnen zu unsicher? Mit ETF-Fonds haben Sie die Möglichkeit Ihr Vermögen breit zu streuen, indem Sie in komplette Anlagenmärkte oder Branchen investieren. Mit ETF-Fonds das halten, was Sie über Jahre aufgebaut haben!

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Immobilien – Die attraktive Altersvorsorge für Ärzte

In Zeiten des Niedrigzins, in denen unser Geld nicht mehr viel Wert ist, werden Immobilien immer attraktiver und dementsprechend auch teurer. Für viele wird es schwerer, sich ein Grundstück oder eine Immobilie leisten zu können. Ärzte allerdings, mit ihrem überdurchschnittlichen Lohn, haben dadurch die Chance auf gute Finanzierungsangebote. Als Arzt haben Sie also gute Möglichkeiten, Ihre Altersversorgung sichtbar zu machen. Wir helfen Ihnen gerne dabei und stehen Ihnen beratend zur Seite.

Private Rentenversicherung für Ärzte – lohnt sich das?

Aufgrund der Häufigkeit der privaten Rentenversicherung in Deutschland ist anzunehmen, dass dies eine lohnenswerte Möglichkeit ist, für das Alter vorzusorgen. Bei der privaten Rentenversicherung vereinbaren Sie einen Vertrag über eine feste Laufzeit und einen festen Beitrag, die aus Ihrem Nettovermögen gezahlt und nicht steuerlich begünstigt werden. Die Auszahlungen allerdings werden steuerlich begünstigt. Aufgrund der steuerlichen Vorteile anderer Vorsorge-Produkte, ist die private Rentenversicherung zur Altersversorgung für Ärzte zunächst eher nicht zu empfehlen. Haben Sie als Arzt sich wegen individueller Bedürfnisse für die private Rentenversicherung entschieden, stehen Ihnen die folgenden beiden Möglichkeiten zur Verfügung:

Klassische Rentenversicherung

  • Garantierte Spar-Beiträge
  • Garantierter Zins
  • Nach Kosten verbleibende Spar-Beiträge werden in sichere Wertpapiere angelegt

Fondgebundene Rentenversicherung

  • Geldanlage selbst gestalten
  • Grundzüge eines Fondssparplan
  • Vor allem attraktiv für jüngere Sparer

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Davor Horvat

Davor Horvat ist seit 1995 in der Finanzbranche tätig. Als staatlich zugelassener Honorar-Anlageberater konzentriert er sich auf ganzheitliche Finanz- und Liquiditätsplanung mit Fokus auf Exchange Traded Funds (ETFs). Davor Horvat ist Gründer und Vorstand der Honorarfinanz AG. Seine mehr als 25-jährige Erfahrung in der Finanzbranche gibt er in zahlreichen Publikationen und Interviews, aber auch in Seminaren an Anleger weiter.


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