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2. Juni 2020

Aktien kaufen für Anfänger – Wichtige Tipps zum Aktienhandel

In Zeiten niedriger Sparzinsen kommen Sparer um das Thema Aktien kaum herum. Viele Anleger interessieren sich für Aktien als Geldanlage, scheuen aber den Einstieg. Denn Aktien kaufen ist für Anfänger ohne viel Börsenwissen vor allem mit einem Faktor verbunden: Risiko. Der Aktienhandel wird von vielen vor allem als unsichere Spekulation an der Börse wahrgenommen und weniger als sichere Geldanlage. Es gibt allerdings viele Gründe, warum Aktien kaufen auch für Einsteiger sinnvoll ist, und warum man sich Aktien als Geldanlage nicht entgehen lassen sollte. Im Ratgeber klären wir die Fragen, was man für den Aktienkauf braucht und ob auch Kleinanleger eine Chance haben auf dem Aktienmarkt. Außerdem geben wir zum Thema Aktien kaufen für Anfänger wertvolle Tipps, wie sie Anfängerfehler vermeiden und erfolgreich in Wertpapiere investieren.

Was sind Aktien und was macht sie zu einer guten Geldanlage?

Das Bild zeigt Davor Horvat, Gründer & Vorstand der Honorarfinanz AGAktien sind ein wunderbares Mittel, um sich kostengünstig und einfach am Erfolg anderer zu beteiligen. Anleger können über Aktien einfach an den erfolgreichsten Unternehmen unserer Zeit, deren Produkte und Dienstleistungen wir täglich nutzen, partizipieren. Das macht Aktien zur renditestärksten Anlageklasse, um langfristig seine Ziele zu erreichen.“ – Davor Horvat, Honorar-Anlageberater // Bafin ID: 10138885

Aktien sind Unternehmensanteile, die auf einem Handelsplatz, der Börse, zu einem bestimmten Kurs gehandelt werden. Unternehmen gehen mit ihren Aktien an die Börse, um neues Kapital zu gewinnen. Die zusätzlichen Einnahmen durch den Verkauf von Wertpapieren sorgen dafür, dass das Eigenkapital gestärkt und das Unternehmenswachstum finanziert werden kann. Wer Aktien kauft, besitzt damit also einen kleinen Anteil an diesem Unternehmen. Zu welchem Kurs die Wertpapiere auf dem Handelsplatz angeboten werden, ist abhängig von der Nachfrage. Der Wert einer Aktie schwankt durch die Wechselbeziehung zwischen Angebot und Nachfrage an der Börse.

Zum Thema Aktien kaufen fragen sich Einsteiger häufig, ob und warum der Kauf von Wertpapieren überhaupt eine gute Geldanlage ist. Sparkonten bieten Sparern längst nur noch Niedrigzinsen und sind damit nicht mehr besonders rentabel. Im Vergleich dazu bieten Aktien als Geldanlage eine gute Rendite. Damit lässt sich langfristig Vermögen aufbauen und bereits frühzeitig für die Altersvorsorge sparen. Neben der Ausschüttung von Dividenden können Sie als Besitzer von Wertpapieren auch an der positiven wirtschaftlichen Entwicklung eines Unternehmens teilhaben, die sich in einer Kurs- und damit gleichzeitig einer Wertsteigerung für Ihre Aktien niederschlägt.

Vor dem Aktien kaufen ist es für Anfänger wichtig, ein paar Kennzahlen zu kennen, um die richtigen Wertpapiere auszuwählen. Dazu gehört zum Beispiel das Kurs-Gewinn-Verhältnis, kurz KGV. Damit wird angegeben, in welchem Verhältnis der Aktienwert zum Wert des Unternehmens steht. Außerdem trifft der KGV eine Aussage darüber, wieviel Euro man als Anleger in diese Aktie investieren müsste, um einen Euro Gewinn zu erhalten. Ebenfalls hilfreich bei der Entscheidung für oder gegen eine Aktie ist der sogenannte Cashflow. Der Cashflow gibt an, wie zahlungskräftig bzw. liquide ein Unternehmen ist. Je höher der Cashflow, desto erfolgreicher ist in der Regel das Unternehmen. Damit dieser Wert wirklich eine aussagekräftige Einschätzung zulässt, sollten Anleger die Cashflow-Werte von unterschiedlichen Unternehmen derselben Branche miteinander vergleichen.

Was braucht man zum Aktien kaufen?

Um Aktien kaufen und verkaufen zu können, wird ein Wertpapierdepot benötigt. In dem Depot werden alle gekauften Wertpapiere wie z. B. Aktien und Fonds aufbewahrt und verwaltet. Außerdem wird für den Aktienhandel ein Verrechnungskonto, meist das Girokonto, benötigt, von dem die Order abgebucht werden. In dem Depot selbst kann nämlich kein Geld hinterlegt werden. Bevor sie Aktien und Wertpapiere kaufen können, müssen Anfänger bzw. Einsteiger sich auch entscheiden, wo sie das Depot eröffnen möchten. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Grundsätzlich kann man bei jeder Bank oder Direktbank ein Wertpapierdepot eröffnen. Es gibt darüber hinaus jedoch auch die Option, das Depot über einen Onlinebroker laufen zu lassen.

Wo kann man ein Wertpapierdepot eröffnen?

Wer ein Aktiendepot eröffnen möchte, hat dafür mehrere Möglichkeiten. Der einfachste Weg ist hier die Eröffnung des Depots bei der eigenen Haus- bzw. Filialbank. Dort können zukünftige Anleger direkt mit ihrem Bankberater sprechen und das Wertpapierdepot eröffnen lassen. Außerdem haben die Berater unter Umständen auch ein paar Aktientipps für Einsteiger, um sie bei den ersten Schritten auf dem Aktienmarkt zu unterstützen.

Was bei einer Filialbank möglich ist, geht natürlich auch bei einer Direktbank. Auch diese bieten ihren Kunden Wertpapierdepots an. Dieses kann per Online-Antrag eröffnet werden. Ist man bereits Kunde bei der Bank, ist die Eröffnung eines Wertpapierdepots zudem mit weniger bürokratischem Aufwand verbunden, da die entsprechenden Daten der Bank bereits vorliegen. Dies gilt allerdings sowohl für Filialbanken als auch für Direktbanken.

Eine dritte Möglichkeit sind die sogenannten Onlinebroker. Diese werden entweder von Banken selbst angeboten oder die Anbieter arbeiten mit Banken zusammen. Sie gehören entweder zum Angebot einer Direktbank oder sind Broker, die mit Banken zusammenarbeiten. Der große Vorteil von Onlinebrokern ist, dass das Wertpapierdepot jederzeit von Zuhause erledigt werden kann. Falls Sie schnell mit dem Aktienkauf beginnen möchten, kann so im Vergleich zur Depoteröffnung bei der Bank Zeit gespart werden, da Sie hier nicht auf Termine warten müssen. Doch auch beim Onlinebroker funktioniert die Depoteröffnung nicht von heute auf morgen. Nach dem Antrag zur Eröffnung eines Wertpapierdepots müssen Sie sich über Video- oder PostIdent identifizieren. So kann es auch hier ein bis zwei Wochen dauern, bis alles einsatzbereit ist für die ersten Aktienkäufe. Wer sich für ein Depot bei einem Onlinebroker entscheidet, profitiert häufig von kostenfreien Depots ohne Verwaltungsgebühren und günstigeren Ordergebühren. Wer das Aktien kaufen lieber online erledigen möchte, aber Anfänger ist, der muss jedoch bei diesem Broker im Vergleich zum Depot bei der Hausbank auf die persönliche Beratung verzichten. Möchte man sich bei Aufbau des Aktiendepots lieber beraten lassen, ist man beim Onlinebroker also unter Umständen schlechter aufgehoben. Allerdings kann man hier natürlich die unabhängige Anlageberatung z. B. von einem Honorarberater in Anspruch nehmen. Um Unterstützung bei der persönlichen Anlagestrategie zu bekommen, können Sie sich einfach an Ihren persönlichen Honorarberater vor Ort wenden.

Aktien kaufen & verkaufen – das sollten Einsteiger wissen

Welche Wertpapiere sind gute Geldanlagen? Sollte man eher auf verschiedene Einzelaktien oder auf Aktienfonds setzen? Woran erkennt man, wie stabil ein Unternehmen ist und welches Risiko der Aktienkauf birgt? All diese Fragen stellen sich beim Aktien kaufen für Anfänger und Einsteiger. Bevor investiert werden kann, sollten Anleger diese Fragen vorab klären, um Verluste und unnötige Risiken zu vermeiden.

Aktien oder Aktienfonds kaufen als Anfänger?

Bevor man erfolgreich in Aktien investieren kann als Anfänger, muss natürlich zunächst entschieden werden, welche Wertpapiere gekauft werden sollen. Dabei gibt es einerseits die Möglichkeit, einzelne Aktien zu kaufen, andererseits kann man aber auch Aktienfonds als Geldanlage nutzen. Der Unterschied zwischen Aktien und Aktienfonds ist recht einfach. Eine Aktie ist ein bestimmter Anteil eines Unternehmens. In einem Aktienfonds sind viele verschiedene Aktien enthalten. Der Fonds fasst dabei bis zu verschiedene 50 Aktien je nach Branche oder geographischer Lage zusammen. Der Vorteil ist die automatisch hohe Diversifizierung. Daher raten viele Experten davon ab, nur eine einzelne Aktie eines Unternehmens zu kaufen, da hierbei das Risiko von Verlusten deutlich erhöht ist. Aktienfonds zu kaufen ist für Anfänger daher keine schlechte Idee, aber man sollte sich dessen bewusst sein, dass hierbei zusätzliche Kosten entstehen. Ein Aktienfonds wird von einem Fondsmanager verwaltet, wofür Gebühren anfallen.

Wer sich mit Aktien beschäftigt, wird auch auf das Thema ETFs stoßen. Hier stellt sich schnell die Frage, was sind ETFs und wie unterscheiden sie sich von einem Aktienfonds: Exchange Traded Funds (ETFs) werden als passive Anlagen bezeichnet. Sie bilden die Wertentwicklung eines Börsenindex nach. Der Handel mit ETFs findet ausschließlich über die Börse statt. Aktienfonds dagegen sind aktiv gemanagte Fonds, da hier der Fondsmanager versucht, durch aktives Eingreifen eine höhere Rendite als der Vergleichsindex zu erzielen. Er versucht also den Markt zu schlagen. Der Vergleichsindex vergleicht die verschiedenen Fonds untereinander. ETFs haben dieses Ziel gar nicht, sondern möchten die Kosten niedrig halten und den Vergleichsindex möglichst genau abbilden.

Kann man auch mit wenig Geld Aktien kaufen?

Grundsätzlich ist es nicht notwendig, besonders hohe Summen in Aktien zu investieren. Der große Vorteil von Aktien als Geldanlage ist der, dass auch mit der Investition von wenig Geld Gewinne erzielt werden können. Beim Aktien kaufen ist es besonders für Anfänger sinnvoll, zunächst eher mit kleineren Beträgen und Aktienkäufen anzufangen. Da man nur das Geld anlegen sollte, dass in nächster Zeit nicht benötigt wird, können manche Einsteiger sowieso nicht die ganz großen Summen für den Aktienkauf aufbringen. Doch unabhängig davon, ob Sie monatlich einen kleinen Betrag in einen Sparplan investieren, oder einmalig Wertpapiere kaufen, die Sie als langfristige Geldanlage über viele Jahre halten, sind Aktien für Groß- und Kleinanleger geeignet.

Welche Aktien sollte man kaufen als Anfänger?

Einer der größten Fehler, den Anleger machen beim Kauf von Aktien ist der, dass sie sich auf den DAX konzentrieren und vielleicht noch auf den Eurostoxx 50 und mehr nicht. Dadurch entsteht allerdings ein gewisses „Klumpenrisiko“, d. h. sie haben nur in ihren Heimatmarkt investiert und verpassen so natürlich die Rendite in den USA, im pazifischen Raum und in den Schwellenländern. Deshalb ist es wichtig, auf Diversifikation zu setzen und sein Aktiendepot global aufzustellen. – Davor Horvat, Honorar-Anlageberater // Bafin ID: 10138885

„Welche Aktien sollte man am besten kaufen?“ fragen sich Anfänger und Einsteiger beim Thema Aktienhandel. Grundsätzlich sollte man sich nie auf Einzelaktien konzentrieren, sondern in Hinblick auf die verschiedenen Märkte breiter streuen. Durch Diversifikation lässt sich nicht nur das Risiko der Geldanlage verringern. Wer nur auf Einzelaktien setzt, verpasst unter Umständen die Renditen anderer Märkte. Wenn sie zum ersten Mal Aktien kaufen, neigen besonders Einsteiger dazu, sich nur auf ihren Heimatmarkt zu beschränken. In Deutschland ist das der Aktienindex DAX. Die Orientierung am DAX ist dabei allerdings keinesfalls falsch. Gerade für die ersten Käufe bietet es sich an, auch die DAX 30 Werte einzubeziehen. Im DAX 30 sind die 30 größten deutschen Unternehmen enthalten, die an der Frankfurter Börse notiert sind. Diese Unternehmen weisen den höchsten Börsenumsatz und die größte Marktkapitalisierung auf. Damit sind sie ein guter Einstieg für Anfänger. Zusätzlich dazu lohnt sich aber auch ein Blick auf die internationalen Märkte. Auch hier gibt es einen entsprechenden Landesindex wie den DAX, an dem man sich orientieren kann. In den USA ist das z. B. der S&P 500, in dem 500 große US-Unternehmen enthalten sind.

Bei der Frage, welche Wertpapiere man kaufen sollte als Anfänger, bietet es sich an auch Aktien- und Mischfonds in Betracht zu ziehen. Bei Mischfonds handelt es sich um eine Mischung aus Aktien- und Rentenfonds. Der Fondsmanager kann also sowohl in Aktien als auch in Rentenpapiere investieren. Sind die Kurse an der Börse gut, werden hauptsächlich Aktien gekauft. Fallen die Kurse an der Börse, kann man auf andere, sicherere Anleihen ausweichen und so eine breitere Streuung des Risikos erreichen.

Wie viele Aktien sollte man als Einsteiger kaufen?

Wie viele Aktien man kaufen sollte als Anfänger ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zunächst einmal ist die Menge der Aktien auch abhängig davon, welches Risiko der Anleger bereit ist einzugehen und auch sein Anlageziel, sprich die gewünschte Rendite, spielt eine Rolle bei dieser Entscheidung.

Dazu kommt es darauf an, wie viel Kapital für die Geldanlage zur Verfügung steht. Da nur Geld in Wertpapiere investiert werden sollte, dass in den nächsten Jahren nicht gebraucht wird, entscheidet die verfügbare Summe auch darüber, wie viele Aktien man kaufen kann. Daher ist es gerade vor dem Einstieg ins Thema Aktien kaufen besonders für Anfänger so wichtig, ihre Finanzen vorab gründlich zu prüfen und das Anlagekapital zu bestimmen. Wem das schwer fällt, kann sich hier auch an eine unabhängige Honorarberatung wenden.

Natürlich könnte man jetzt auf die Idee kommen, dass viele billige Aktien zu kaufen sinnvoll sein könnte für Anfänger. Dieser Weg ist allerdings nicht unbedingt der richtige. Denn zunächst einmal ist der Preis einer einzelnen Aktie nicht besonders aussagekräftig. Deshalb sollte man sich vor der Entscheidung die Kennzahlen der gewünschten Aktien anschauen und danach entscheiden, ob es sich hierbei um eine gute Geldanlage handelt.

Der Kauf vieler verschiedener Aktien scheint auch zunächst der Empfehlung auf Diversifizierung im Aktiendepot zu setzen zu folgen. Zu viele verschiedene Wertpapiere zu kaufen, ist allerdings genauso wenig förderlich wie der Kauf einer einzigen Aktie. Um besonders als Einsteiger den Überblick über die Entwicklung seiner Wertpapiere zu behalten, sollten auch Kleinanleger sich nach der Regel richten, nicht mehr als fünf bis sieben verschiedene Titel in ihr Aktiendepot aufzunehmen.

Aktien kaufen für Anfänger – Wichtige Tipps im Überblick

  1. Finanzen prüfen und Anlagestrategie und -ziel festlegen
  2. Nur verfügbares Geld investieren
  3. Das passende Depot eröffnen (Broker/Onlinebroker, Hausbank, Direktbank)
  4. Aktienmarkt beobachten, passende Aktien recherchieren und Aktiendepot zusammenstellen
  5. Auf Diversifikation im Depot achten
  6. Langfristig & mit Geduld anlegen
  7. Verluste aussitzen und vorschnelle Reaktionen als Anfängerfehler vermeiden

Diese Fragen sollte man sich vor dem Aktien kaufen als Anfänger stellen

Vor dem Einstieg in den Aktienhandel gibt es für Anfänger einige Fragen zu klären. Welches Risiko möchten Sie als Anleger eingehen? Wie viel Geld möchten Sie in Wertpapiere investieren? Wichtig ist es auch, sich einen Anlageplan zu machen, bevor man blindlings in Aktien als Geldanlage investiert. In diesem sollte man auch die Kosten, die beim Aktienkauf entstehen, einrechnen.

Wie viel Geld soll investiert werden?

Aktien kaufen wird für Anfänger häufig als sehr kompliziert dargestellt. Das ist es allerdings nicht, wenn man sich ein paar grundlegende Schritte überlegt und nach Plan vorgeht. Verschaffen Sie sich vor der Geldanlage einen genauen Überblick über Ihre Finanzen. Denn in Wertpapiere sollte man nur Geld anlegen, das nicht benötigt wird. Wie viel wird monatlich eingenommen, wie viel Geld geben Sie aus? Und wie viel möchten Sie als finanzielle Rücklage für unvorhergesehene Ereignisse zur Verfügung haben? Außerdem sollte sich auch um eine Summe handeln, die im Falle von Verlusten verschmerzt werden kann. Wird dieser Ratschlag nicht berücksichtigt, kann der Aktienkauf schnell zum persönlichen Risiko werden. Außerdem können auch Kleinanleger mit den richtigen Wertpapieren eine entsprechende Rendite erzielen. Es ist also gar nicht notwendig, besonders hohe Summen zu investieren.

Welches Risiko möchte man eingehen?

Wie bei jeder Geldanlage, sollte man auch bei Aktien Emotionen außen vorlassen. Man sollte rational bleiben, niemals aktiv eingreifen und einfach seine Anlagestrategie durchziehen, um so das Ziel der Geldanlage zu erreichen. Dann wird man mit Aktien den höchsten Erfolg erzielen. Rückschläge und Verluste sind normal, dass man als Anleger einfach akzeptieren und ganz rational damit umgehen. Wichtig ist, Disziplin zu haben und langfristig zu denken und dann wird das positiv funktionieren. – Davor Horvat, Honorar- Anlageberater // Bafin ID: 10138885

Die Geldanlage in Aktien wird von vielen Anlegern deshalb vernachlässigt, weil sie große Angst vor möglichen Verlusten haben. Das führt auch dazu, dass der Schritt zum Aktienhandel Anfänger besonders viel Überwindung kostet. Selbstverständlich macht es Sinn, sich mit den Risiken einer Geldanlage zu beschäftigen. Denn Aktien unterliegen natürlicherweise den Kursschwankungen der Börse. Ihr Kurs kann sich also genauso negativ wie positiv entwickeln. Das kann einerseits zu einem Wertverlust führen, andererseits kann es auch zur Aussetzung von Dividenden kommen. Nicht nur die Entwicklung des Unternehmens hat Einfluss auf den Wert der Aktien, sondern auch Krisen und weltweite politische und wirtschaftliche Ereignisse können zu einem Kurseinbruch führen. Bevor man Aktien kauft, ist es deshalb empfehlenswert, sich die Entwicklung des Unternehmens in den letzten drei bis fünf Jahren anzuschauen. Ist das Unternehmen stabil auf Wachstumskurs, schlägt sich das auch in den Aktien nieder. Insolvenzen, Fusionen oder ähnliches können sich dagegen ebenfalls negativ auf den Kurs am Aktienmarkt auswirken. Vereinfacht ausgedrückt, die Investition in ein Start-up ist deutlich risikoreicher als der Kauf von Aktien eines stabilen Unternehmens mit langjähriger Erfolgsgeschichte.

Anleger haben jedoch verschiedene Möglichkeiten, ihr Risiko möglichst gering zu halten. Zunächst sollte man sich natürlich klarmachen, wie hoch die eigene Risikobereitschaft ist. Anleger, die eine möglichst sichere Geldanlage bevorzugen, können ihre Wertpapiere auf Anleihen oder Mischfonds ausrichten. Wer bereit ist ein höheres Risiko einzugehen, kann auf Aktienfonds oder Einzelaktien setzen. Beim Aktien kaufen ist es für Anfänger empfehlenswert, auf Wachstums- oder Value-Aktien zu setzen oder auch eine Mischung daraus in sein Portfolio aufzunehmen. Mit dem richtigen Portfoliomanagement lassen sich Verluste vermeiden und Risiken minimieren.

Welche Rendite soll erreicht werden?

Um mit der Geldanlage in Aktien langfristig erfolgreich zu sein, sollten Anleger unbedingt ein Anlageziel festlegen. Entscheiden Sie sich zunächst, wofür und wie lange Sie das Geld anlegen möchten und welche Rendite mit dem Aktienhandel im festgelegten Zeitraum erzielt werden soll. Zu den wichtigsten Aktientipps für Einsteiger gehört die Empfehlung, nicht auf kurzfristige Gewinne, sondern auf langfristige Rendite zu setzen. Viele Anleger scheitern an der Börse, weil sie auf schnelle Gewinne spekulieren und deshalb riskante Aktien kaufen. Das kann schnell zu Verlusten führen. Statt auf schnelle Rendite durch risikoreiche Investments sollte in gute und vor allem stabile Unternehmen investiert werden.

Möchten Sie z. B. mit dem Kauf von Aktien eine Geldanlage für Ihre Altersvorsorge tätigen, dann sollte dafür eine möglichst lange Zeitspanne kalkuliert werden. Man kann in einem Wertpapierdepot von einer jährlichen Rendite von fünf bis zehn Prozent ausgehen. Rechnen Sie sich aus, wie viel Rendite Sie am Ende des Anlagezeitraums erreichen möchten und wählen Sie auf dieser Basis passende Aktien aus. Dann stellt sich der Erfolg durch die langfristige Geldanlage meist von selbst ein. Wer zusätzlich seiner Anlagestrategie treu bleibt und auch bei Kursschwankungen den Anfängerfehler vermeidet, ständig Änderungen in seinem Depot vorzunehmen, kann meist mit einem erfolgreichen Investment rechnen.

Aktien kaufen & verkaufen – müssen Anfänger mit Kosten rechnen?

Bevor sie beginnen, Aktien zu kaufen und zu verkaufen, sollten Anfänger wissen, dass mit jeder Order auch Kosten entstehen. Als Order werden der Kauf und Verkauf von Wertpapieren bezeichnet. Beim Aktienhandel setzen sich diese Kosten aus einer Orderprovision sowie den Börsengebühren zusammen. Die Börsengebühren sind abhängig vom gewählten Handelsplatz (z. B. Frankfurter Börse oder Stuttgarter Börse). Beim Kauf von Aktien in ausländischer Währung sollten außerdem die Wertverluste durch die Wechselkursveränderungen eingerechnet werden.

Die Gebühr für den Aktienkauf oder -verkauf, die Orderprovision, ist dagegen vom Broker abhängig und kann unterschiedlich hoch ausfallen. In der Regel verlangen Broker eine fixe Gebühr für jede getätigte Order sowie eine volumenabhängige Provision. Das bedeutet, dass z. B. eine Order über 10.000 Euro mehr gekostet als eine Order über 2.000 Euro. Einige Onlinebroker bieten Anlegern auch eine auf wenige Euro festgesetzte Orderprovision ohne volumenabhängige Gebühr an. Dann spielt es keine Rolle, in welchem Wert Sie Wertpapiere kaufen als Anfänger.

Ein Sonderfall sind sogenannte Gratisbroker. Da sie keine Orderprovisionen verlangen, können dort Wertpapiere ohne Gebühren gekauft oder verkauft werden. Das scheint eine gute Möglichkeit billig Aktien zu kaufen, besonders für Anfänger. Allerdings sind diese Angebote selten komplett gratis, da sich hier häufig versteckte Kosten finden lassen. Diese entstehen beispielsweise durch größere Handelsspannen – also die Differenz zwischen An- und Verkaufswert eines Wertpapiers – zu Randzeiten. Meist fällt auch das Angebot an Aktien bei Gratisbrokern kleiner aus. Wer beim Aktienhandel wirklich sparen möchte, sollte sein Wertpapierdepot bei einem Broker mit kostenloser Depotführung eröffnen. Das spart zumindest die jährliche Verwaltungsgebühr. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit Aktien über Direkthändler zu kaufen. Dabei wird nicht über die Börse als Handelsplatz gekauft, sondern mit einer Bank oder einem sogenannten Wertpapierhaus, das Aktien- und Fonds anbietet.

Fazit: Darum ist Aktien kaufen auch für Anfänger empfehlenswert

Aktien kaufen kann auch für Einsteiger ganz einfach sein und ohne großes Börsenwissen gelingen. Wer Aktien und Wertpapiere kaufen möchte, kann sich langfristig Vermögen aufbauen und so z. B. in seine Altersvorsorge investieren. Vor dem Aktienkauf sollte man sich eingehend mit den eigenen Finanzen auseinandersetzen, um festzulegen, wie viel Geld langfristig nicht gebraucht wird und angelegt werden kann. Informieren Sie sich vorab über die Aktien, die Sie kaufen möchten, vergleichen Sie die entsprechenden Kennzahlen und setzen Sie auf stabile und erfolgreiche Unternehmen.

Die wichtigsten Aktientipps für Einsteiger bleiben Diversifikation, ein genauer Anlageplan und überlegtes Investieren. Vermeiden Sie außerdem Anfängerfehler wie vorschnelles Eingreifen bei Kursschwankungen und Aktien werden auch für Sie eine rentable Geldanlage sein.

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Davor Horvat ist seit 1995 in der Finanzbranche tätig. Als staatlich zugelassener Honorar-Anlageberater konzentriert er sich auf ganzheitliche Finanz- und Liquiditätsplanung mit Fokus auf Exchange Traded Funds (ETFs). Davor Horvat ist Gründer und Vorstand der Honorarfinanz AG. Seine mehr als 25-jährige Erfahrung in der Finanzbranche gibt er in zahlreichen Publikationen und Interviews, aber auch in Seminaren an Anleger weiter.


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